Shakespeare Englisch
Man hält es kaum für möglich aber ist alles andere als einfach eine englische Komplettausgabe von Shakespeares Werken zu bekommen, die nicht in einem Band zusammengequetscht wurde.
Diese hübschen Kunstlederschinken zu 20€ sind nicht schwierig zu bekommen, aber wer möchte 20Kg mit sich rumtragen nur um Othello zu lesen? Ich möchte eine Ausgabe, idealerweise in Kassette, gebunden und vor allem in Einzelbänden.
Gibt es nicht. Oder fast nicht. Mein Buchhändler hat mir etwas von einer Ausgabe der Havard University Press oder einer ähnlichen Institution zum läppischen Preis von 543,12€ erzählt.
Bis dahin muss ich mit der zweibändigen Taschenbuchausgabe von Collins auskommen.
Falls jemand eine englische Ausgabe rumfliegen hat und nicht mehr braucht einfach anmailen. Ich zahle auch das Porto.
“Meine Reisen mit Herodot” von Ryszard Kapuscinski
Sehr schönes Buch. Kleine Kapitel aus verschiedenen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts und immer wieder ein Bezug auf Herodots Historien. Daneben noch unglaublich differenziert und reflektiert.
Nebenbei schreibt Kapuscinski auch noch äußerst unterhaltsam.
Vielleicht auch eine Empfehlung für den ein oder anderen zum Konsumfest.
Mehr über den Autor bietet die wikipedia. Das Buch ist im Eichborn Verlag erschienen und als Sonderausgabe auch bei der Büchergilde erhältlich.
Auf die Akzente (?) auf den Buchstaben musste ich leider verzichten. WordPress hat damit anscheinend Probleme…
Kleiner Tip für das Fest des internationalen Konsums
Die Edition Erdmann verlegt historische Reiseberichte neu. Darunter die Aufzeichnungen von James Cook, Roald Amundsen und Sven Hedin. Auch Größen wie Marco Polo und Schiffstagebücher von der ersten Umseglung der Erde unter Magellan sind im Angebot.
Ein besonderes “Schmankerl” ist die Reihe der arabischen Klassiker. Darunter teilweise erstmalige Übersetzungen ins Deutsche.
Alle Bücher sind in Leinen gebunden und haben einen Büttenschutzumschlag, historisch passende Illustrationen sind auch dabei.
Sicherlich für den ein oder anderen Winterabend eine Gute Idee
Ein paar Tipps am Mittwoch
Leider habe ich gerade nicht viel Zeit fürs bloggen und krank bin ich auch noch,
also nur kurz über jammernde Verlage, die auch Ansprüche an die ISPs stellen.
Hier bei fixmbr und bei heise.
Ein weiterer Tipp für alle die immer noch glauben, dass Uwe Barschel Selbstmord begangen hat. Die Zusammenfassung im aktuellen Cicero liest sich auf jeden Fall gut. Mal hoffen, dass das Buch wieder ein bisschen Schwung in die ganze Sache bringt.
Mal sehen wer noch alles dranhängt… vielleicht ja sogar der Dicke.
Weitere Infos zur damaligen Affäre und dem angeblichen Selbstmord gibt es bei der Wikipedia, wo sonst. (Früher war das ja eine Katastrophe mit dem Brockhaus *grusel*)
Ein wenig Lesestoff
Damit man nicht ganz dumm stirbt mal ein paar Quellen für Urheberrechtsfreie oder im weitesten Sinne freie Literatur:
- gutenberg.org: Der Klassiker, interessante Auswahl viele Sprachen
- gutenberg.de : Große Auswahl an deutscher Literatur, leider relativ restriktive Lizenz
- wikisource.org: Bewährtes Wikikonzept, interessante Titel, viele Sprachen
- ebook-bibliothek: Klein, aber nette Auswahl
- Bundeszentrale für politische Bildung: Hauptsächlich politisches, auch von renommierten Autoren, manchmal zum Download ansonsten zum Selbstkostenpreis (2€-4€ pro Buch).
- books.google.com: Google. Viel, qualitativ aber oft schlechte Scans
- vorleser.net: Hörbücher von Schauspielern gelesen, wer mehr möchte kann günstig mp3s kaufen.
- manybooks.net: Große Auswahl, hauptsächlich für Palms gedacht
- Karl May Gesellschaft: Wer davon einfach nicht genug bekommen kann
- Sozialistische Klassiker: Wers lieber hart links mag.
Natürlich kann man die Klassiker auch bei bol.de oder amazon kaufen. Kosten nur ein Stückchen mehr als die Gebundenen, man könnte sie ja vielleicht kopieren.
Ich warte nur auf den Tag an dem ich in einem Buch eine EULA finde, dass ich es nur an maximal 3 Personen verleihen und nur am Schreibtisch lesen darf. Aber für nur 4,95€ im Monat kann ich für alle Bücher des Verlages eine “Read-in-Bed-License” erwerben. *grusel*
Natürlich gibt es auch noch die Seiten, die der Spiegel vor ein paar Jahren noch liebevoll als Selbsthilfegruppen für Computerleser tituliert hat. Google ist dein Freund oder zumindest manchmal nützlich.
Urlaub
So ab morgen Abend ist hier erstmal Pause für eine Woche.
Nach meinem hoffentlich bestandenen Vordiplom im Nebenfach geht es nochmal eine Woche weg. Danach fängt auch schon wieder ein zweiwöchiges Forschungspraktikum in Physik an und man rutscht direkt ins Semester.
Kleine Lektürelist für das ausgehende Semester und ein gechilltes Vordiplom:
- “Das Bastardzeichen”, Vladimir Nabokov: Grotesker Roman über eine fiktive Diktatur. Durchaus lesenswert, auch wenn es nicht zu seinen berühmtesten Büchern gehört.
- “Ada oder das Verlangen”, Vladimir Nabokov: Groß… und schwer. Eine Unmenge an Wortspielen und Anspielungen, die ich wohl nicht geblickt habe; technisch sicherlich brilliant, wenn vielleicht auch manchmal ein bisschen zu Viel des Guten
- “Tausendundeine Nacht”, Claudia Ott: Tolle Übersetzung, schön zu lesen; nicht unbedingt für Kinder (wie das Original eben)
- “Oblomow”, Iwan Gontscharow: Der faulste Mensch der Welt… mindestens
- “Die Schlucht”, Iwan Gontscharow: Fehlt leider noch in meiner Sammlung, wer eines zu viel hat, immer her damit
- “Talk Talk”, T.C. Boyle: Geschichte soll ganz nett sein, auch wenn die Charaktere eher flach sind. Mal sehen.
Sonst noch jemand Ideen für unterhaltsame Semsterferien?
Ach ja. Balthasar Gracian ist nicht immer unterhaltsam
Nette Idee von Cicero
Die Herausgeber des Cicero haben sich für die Septemberausgabe etwas einfallen lassen. Am Kiosk gibt es nur eine schwarz-weiß Version zu kaufen, kostenlos kann man sich allerdings ein weiteres Heft mit ergänzenden Artikeln kostenlos zuschicken lassen.
Allerdings habe ich nicht so ganz verstanden, warum alle Werbeseiten bis auf die von BMW schwarz-weiß sind. Seltsamerweiße ist auch Seite 125 komplett leer.
Ist vielleicht auch interessant wie sich das Heftchen weiterentwickelt. War wohl als konservativeres Pendant zum Spiegel geplant, da der Spiegel mittlerweile viel, aber nicht mehr links ist könnte es da zu einem gewissen Verdrängungswettbewerb kommen
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