Und plötzlich landet man in der Gosse
Grauenvoll was sich teilweise im Netz herumtreibt.
Da setzt man sich hin um gepflegt ein paar Telepolis-Artikel zu lesen und plumpst in ein Wespnenest.
Ein Bastian Engelke schreibt über einen neuen aufkeimenden Rassismus in Europa. Diesmal seien nicht wie sonst tragischerweise fast üblich die Juden die Opfer sondern die Muslime. Kann man schreiben.
Er unterlegt das mit Zitaten aus einer “Politikseite” die sich Politically Incorrect
nennt.
Diese Seite hat sich ziemlich klare Leitlinien gesetzt und publiziert diese auch auf den ersten Blick.
Im Besonderen sind das folgende:
“Pro-Amerikanisch, Pro-Israelisch, Gegen die Islamisierung Europas, Für Grundgesetz und Menschenrechte”
Kann man auch machen.
Ich persönlich bekäme zwar vermutlich früher oder später in Gewissensnöte, wenn ich eine strikte Pro-Amerikanisch oder Pro-Isralische Haltung mit den Menschenrechten unter einen Hut bringen muss, es soll aber Menschen geben, die das schaffen.
Wirklich entsetzt war ich allerdings, als ich die teilweise nur noch absurcen Kommentare auf Politically Incorrect gesehen habe:
Als eine kleine Auswahl bieten sich vielleicht folgende Passagen an:
Pauschalverurteilungen waren und sind schon immer in Mode gewesen. So auch hier:
Kann man vielleicht auch noch behaupten, auch wenn der argumentative Gehalt eher mager ist.
Die Hutschnur geht einem aber spätestens bei solchen Kommentaren hoch:
Die Quellenangaben dazu finden sich auf der verlinkten Seite.
Mir persönlich stellt sich jetzt eigentlich nur noch die Frage, warum die ach so liberalen und Pro-Israel Blogger nicht auf den Gedanken kommen, dass sie sich sowohl “argumentativ” als auch rhetorisch auf dem Niveau einer ihrer größten Feinde bewegen.
Julius Streicher und seiner Wochenzeitung “Der Stürmer“.
Es ist eine Schande, dass so etwas toleriert wird und auch noch Unterstützung findet.
Offensichtlich hat man in Deutschland nichts aus der Vergangenheit gelernt.